Edition bier pur 2017

Verspätetes Starkbier
Ottakringer und Kattus

Ein starkes Kreativbier aus der Ottakringer Brauerei, versektet bei Kattus. Der Biersepp betreut seit 2009 die Jahrgangsedition. Die erste war  ein Barley Wine aus der Landbrauerei Hofstetten. Die Edition bier.pur 2017 ist ein Bier aus der Ottakringer Brauerei, versektet bei Kattus.

Was ist die „Edition bier.pur“?

2007 plante der Österreichische Agrarverlag ein Biermagazin. Der Biersepp erhielt den Auftrag, zunächst für die Konzeption, später für die Umsetzung. Dabei entstand das Magazin bier.pur. Bierland Österreich unterstützte die Publikation auch finanziell. Bereits 2008 entstand die Idee zur „Edition bier.pur“. Jahr für Jahr wurde eine andere österreichische Brauerei dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Chefredakteur Sepp Wejwar (Der Biersepp) eine ausgefallene Bierspezialität zu entwickeln. Das begann anno Neun mit einem Barley Wine aus der Landbrauerei Hofstetten. Die schöne Tradition wird nun fortgesetzt: Die Edition bier.pur 2017 ist ein Bier aus der Ottakringer Brauerei, versektet bei Kattus.

Die Partnerschaft mit Ottakringer

Die Ottakringer Brauerei ist aufgrund ihrer enorm hohen Qualitätsstandards immer eine gute Wahl. Es gab jedoch einen zusätzlichen Grund, die Wiener Brauer gerade in diesem Jahr anzusprechen. Im Herbst 2016 wurde Ottakringer im Rahmen des wichtigsten Bier-Verkostungs-Bewerbes, dem ‚European Beer Star‚, zur besten Brauerei Europas ausgezeichnet. Hinzu kommt, dass Ottakringer anno 2017 das 180 jährige Betriebsjubiläum feiert.

Matthias Ortner, Vorstandsvorsitzender der Ottakringer Brauerei AG: „Im vergangenen Jahr wurden wir durch eine Vielzahl an Auszeichnungen beim ‚European Beer Star‘ als beste Brauerei Europas ausgezeichnet; bei der Austrian Beer Challenge wurden wir erst vor Kurzem zum Dreifach-Staatsmeister gekürt. Das zeigt, dass wir in der obersten Liga des Bierbrauens angekommen sind und freut uns in unserem Jubiläumsjahr ganz besonders„.

Zum Bierstil der Edition bier.pur 2017

Im Rahmen eines Sondierungsgespräches im Frühling dieses Jahres schlug Silvan Leeb vor, ein Starkbier einzubrauen und es dann versekten zu lassen. Für den aus Bayern stammenden Brauwerk-Braumeister sind Wien und Walzer Eines – und dazu gehört fein Sprudelndes. Die Edition bier.pur 2017 soll beweisen, dass das auch ein Bier sein kann.

Kattus Kellermeister Herbert Pratsch zur Edition bier.pur 2017

Für den Kattus-Kellermeister Herbert Pratsch war die Edition bier.pur 2017 eine persönliche Premiere. Schließlich hat er bislang ausschließlich mit Wein gearbeitet; still und vor allem – prickelnd. Dann kommt auf einmal Silvan Leeb auf ihn zu. Ein junger Braumeister, ein Bier (!) Mann. Dessen Vorschlag: Ein spezielles, bereits mehrfach vergorenes, Starkbier sollte schlussendlich ein weiteres Mal vergoren werden – mit Sekthefe. Die Idee war für Pratsch zunächst, sagen wir, „gewöhnungsbedürftig“. Doch nach einer Nachdenkphase und Gesprächen fand er einen guten Weg, das bei Ottakringer gebraute Bier zu einem „schmelzigen, gehaltvollen, prickelnden und extraktreichen“ Produkt zu finalisieren.

Edition bier.pur 2017 – Rezept und Herstellung

Reine Vorderwürze. Die Schüttung besteht zu 100% aus Pilsner Malz, der hellsten Malzsorte. Die Edition bier.pur 2017 ist zu 100% aus der Vorderwürze von Ottakringer Helles gebraut. Vorderwürze ist jener Anteil der Würze, der mit höchstem Extraktgehalt aus dem Läuterbottich abfließt, noch ehe man noch einmal mit Wasser spült um restliches Extrakt aus der Maische auszuspülen.

Milchsäurebakterien brachten feine Säure in das edle Bier. Die untergärige Hauptgärung erfolgte mit der original Ottakringer Hefe. Die dritte Gärung erfolgte mit Weinhefe – ebenfalls bei Ottakringer.

Die Edition bier.pur 2017 wurde dann bei Kattus zunächst filtriert und schließlich, ein viertes Mal, mit der Kattus-Sekthefe vergoren. Dadurch erhielt das Bier etwas mehr an Alkohol und natürlich mehr Kohlensäureüberdruck. Bis Ende Oktober reiften die Flaschen im Weinkeller, danach wurden sie sorgfältig abgerüttelt. Den Abschluss bildete das „Degorgieren„, bei dem die Hefe vor dem endgültigen Verkorken entfernt wird.

„Ein neuer Kick in der Szene“ (Kellermeister Pratsch)

Dem Service empfiehlt Pratsch beim Einschenken sehr vorsichtig zu Werke zu gehen, denn die Schaumbildung sei „gehaltvoll“. Auch in diesem Punkt unterscheidet sich das versektete Bier deutlich vom Sekt, bei dem Schaum im Glas ja bekanntlich kein Thema ist. „Man wird Zeit und Geschick brauchen, um das edle Getränk mit einer schönen Blume zu krönen“.

Matthias Ortner zu Bierspezialitäten aus Ottakring

Matthias Ortner, Vorstandsvorsitzender der Ottakringer Brauerei AG: „Mit unseren Saisonbieren aus dem Brauwerk und speziellen Kreationen wie eben der „Edition Bier.Pur 2017“ kommen wir den Wünschen unserer Fans nach Außergewöhnlichem nach. Das Interesse an diesen individuellen Geschmackserlebnissen ist jedenfalls stark gestiegen. Daher macht es uns viel Freude, immer wieder aufs Neue kreativ zu sein„.

Edition bier.pur 2017 – Fact-Sheet

  • Bierstil: Starkbier, Kreativbier versektet
  • Stammwürze: 21 Grad Plato
  • Alkohol: 9,0 % Vol.
  • Schüttung: Helles Gerstenmalz (Pilsner)
  • Aus reiner Vorderwürze
  • Vierfach (!) vergoren: Milchsäuregärung, Ottakringer Bierhefe, Weinhefe. Weitere Gärung bei Kattus in der Flasche; degorgiert.
  • Auf 900 Flaschen limitierte und nummerierte Auflage
  • Erhältlich ab 13.November im Ottakringer Shop
  • Preis: 18,– Euro inklusive MWSt.
Bier-Beschreibungen

Kellermeister Pratsch: „Ein Ultra Brut Bier mit eleganter Farbtönung, dunkles Bernstein. Es ist dicht und reich an Extrakt. Sehr trocken, da aller Zucker vergoren ist“.

Kostnotiz beerkeeper [Master Level] Birgit Rieber, wegro – Institut für Bierkultur gmbh

Klang: Laut und schnell löst sich der Kork beim Öffnen und verkündet unmissverständlich die Besonderheit der Edition bier.pur 2017 von Ottakringer und Kattus.

Schaum und Duft: Das Bier ist im Wortsinn „überschäumend“. Also ist vorsichtiges Eingießen geboten. Mit deutlichen Geräuschen zerfallen die Blasen. Sie entbinden dabei kraftvolle Hefenoten und intensiven Weintraubenduft. Der wird von Erinnerungen an Äpfel, Birnen und Quitten untermalt.

Antrunk: Der Antrunk ist fulminant: Sprudelnd, prickelnd, voller Frische. Im Mund macht sich opulente Fülle breit. Jetzt offenbart sich das schöne Malzaroma; es erinnert ein wenig an frisches Brioche. Das Bier ist ziemlich präsent, klar und trocken.

Gaumeneindruck: Ein Hochgenuss am Gaumen: Noten nach Weintrauben, Stachelbeeren und Kernobst, das Ganze findet in einer feinen, eleganten Säure Rückhalt.

Nachtrunk: Erst im Nachtrunk gesellt sich eine dezent-edle Bittere dazu. Sie erinnert mit grasigen Noten daran, dass wir doch ein Bier im Glas haben – einen gebrauten Bogen zur Welt perlender Weine.

Das Brauwerk

Seit November 2014 führt Ottakringer eine Kreativbrauerei. Das Brauwerk hat seit damals eine Fülle, teilweise ziemlich ausgefallener, Biere hergestellt – wir haben mindestens 75 verschiedene Biere gezählt. Sie wurden allesamt vom Markt mit Begeisterung aufgenommen. Jüngstes Beispiel ist die „Schnittenfahrt“, ein Imperial Waffle Stout, das in Zusammenarbeit mit Manner und mit Waffeln, sowie Kakao eingebraut wurde.

Die (Ansprech-) Partner*innen der Edition bier.pur 2017

Herausgeber der Edition bier.pur

GENUSS Magazin (Erscheint im Österreichischen Agrarverlag)
Isabella Krumhuber – i.krumhuber@agrarverlag.at – +43 664 505 31 95
Bierkulturtechnische Betreuung, Koordination und Dokumentation

wegro – Institut für Bierkultur gmbh
Der Biersepp – we@wegro.at +43 664 458 49 48
Birgit Rieber – rieber@wegro.at +43 699 10 11 10 32
Hersteller

Ottakringer Brauerei AG
Gabriele Grossberger +43 1 49100 2219

Johann Kattus G.m.b.H.
Marlies Nitschmann +43 1 368 43 50 57

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