Ende des Wachstums bei AB InBev

AB InBev

Für AB InBev ist Brasilien der wichtigste Markt. Dort brechen dem Konzern jetzt Gewinne weg. Ein Drittel des Bier-Weltmarktes wird von AbInBev kontrolliert. Viele Jahrzehnte hat der Konzern diese Macht über Zukäufe aufgebaut. Konkurrent um Konkurrent wurden geschluckt, über alle Erdteile hinweg. Das eigene Markenimage wurde dabei sträflich vernachlässigt. Genau dies rächt sich jetzt im Heimatmarkt Brasilien. Lokale Brauereien mit breitem Sortiment und ausdrucksstarken Bieren erobern sich nicht nur die Herzen der Bierafficionados, sondern auch Marktanteile.

AB InBev mit Problemen in Brasilien

Ausgerechnet in Brasilien, 13 anderen Ländern Südamerikas und in Kanada sanken im vergangenen Jahr die Bierverkäufe des Konzerns um 6,6% auf den Stand von 2009, so berichtet die Neue Zürcher Zeitung, wohingegen der Gesamtmarkt um 2% nachgab. Der durchschnittliche Bierkonsum ist in Brasilien seit 2012 konstant, Gewinner sind die lokalen Brauereien und jene, die sich im starken Craftbier-Segment tummeln. Zwar finden sich auch unter dem Dach der InBev etliche Craftbier-Marken. In Brasilien hilft es definitiv nicht.

AB InBevs craftige Einkäufe.

Erst gestern wurde Wicked Weed Brewing in North Carolina gekauft. Im Moment wird von einer Partnerschaft gesprochen, deren Bedingungen nicht bekannt gegeben werden. Die Partnerschaft sei der behördlichen Genehmigung unterlegen, heißt es in der Presse-Aussendung

Zu ABInBev gehören außerdem: Goose Island (Chicago), Blue Point Brewing (New York), 10 Barrel Brewing (Oregon), Elysian Brewing (Seattle), Golden Road (Los Angeles), Breckenridge Brewery (Colorado), Four Peaks Brewing (Arizona), Devils Blackbone (Virginia) und Karbach Brewing (Texas).

Aus der Fusion der brasilianischen AmBev mit der belgischen InBev entstand 2004 die ABInBev. Später kam Anheuser-Busch dazu und in 2015 schließlich SAB Miller.

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