Verein Deutsche Kreativbrauer

Alle Gründungsmitglieder auf einen Blick

Pünktlich zum Tag des Bieres hat der Verein Deutsche Kreativbrauer seine Gründung bekannt gegeben. Als Zusammenschluss einer neuen Generation junger, unabhängiger Brauer lieben die zehn Gründungsmitglieder die alte Handwerkskunst ebenso wie frische Ideen.

Der Verein als Sprachrohr für kreative Brauer

Der Verein tritt für eine Novellierung des vorläufigen Biergesetzes ein und sieht sich als Lobby der handwerklichen, kreativen Brauer. Die Mitglieder setzen sich für eine deutschlandweit einheitliche Regelung ein, die Brauern in allen Bundesländern gleichermaßen das Brauen mit natürlichen Zutaten erlaubt.

Die Mitglieder verpflichten sich für die Herstellung ihrer Biere nur natürliche Rohstoffe einzusetzen – und das dürfen neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser gern auch Früchte, Kräuter oder Gewürze sein. Künstliche Hilfsstoffe und Extrakte sind tabu. Die Deutschen Kreativbrauer glauben: Natürlich geht mehr! Ihr Qualitätsanspruch geht über das sogenannte Reinheitsgebot hinaus, deshalb stellen sie ihm ein Natürlichkeitsgebot an die Seite.

Bierbrauen nach der Bayerischen Landesverordnung von 1616

Um auf die Absurditäten der aktuell gültigen Gesetzgebung und des sogenannten Reinheitsgebotes aufmerksam zu machen, hat der Verein Deutsche Kreativbrauer am Tag des Bieres ein Bier gemäß der Bayrischen Landesverordnung von 1616 gebraut. Denn 100 Jahre nach in Kraft treten der Verordnung, die heute als Reinheits- gebot bekannt ist, gab es bereits eine Novellierung dieser Verordnung – Wacholder, Kümmel und Salz wurden zum Bierbrauen zugelassen. Der erste Vereinssud der deutschen Kreativbrauer wurde daher nach historischem Rezept, also mit Wacholder, Kümmel und Salz, in einem  historischen Kommunenbrauhaus mit Holzbefeuerung und Kühlschiff gebraut.

Kriterien für die Mitgliedschaft bei Deutsche Kreativbrauer

– Unabhängig und Inhabergeführt – Mitglieder müssen rechtlich und finanziell unabhängig von anderen Brauereien, die nicht selbst Vereinsmitglied sind, sein und der Hauptanteilseigner nimmt aktiv am Tagesgeschäft teil.
– Transparent – alle verwendeten Roh- und Hilfsstoffe, Braustätte, Teilhaber und verwendete Verfahren werden für den Konsumenten zugänglich angegeben.
– Vielfalt fördernd – es werden keine exklusiven Lieferverträge geschlossen, die einen Kunden verpflichten keine anderen Biere, als die selbst angebotenen zu verkaufen.
– dem Natürlichkeitsgebot verpflichtet – Im Rahmen des Natürlichkeitsgebotes dürfen alle natürlichen, für den menschlichen Verzehr geeigneten Rohstoffe in ihrer natürlichen, maximal einer einfachen physikalischen Behandlung (trockenen, mahlen) unterzogenen, Rohstoffe verwendet werden, jedoch keine künstlichen Roh- oder Hilfsstoffe, Extrakte, o.ä. Weiterhin dürfen keine technischen Verfahren angewendet werden die nur der Kostensenkung oder künstlichen Verlängerung der Haltbarkeit dienen (High-Gravity Brewing, Eiweißstabilisierung, PVPP-Filtration, Kurzzeiterhitzung/ Pasteurisierung, etc.) angewendet werden.

Die Gründungsmitglieder:

Andreas Seufert (1. Vorsitzender) – Pax Bräu Oberelsbach
Oliver Wesseloh (2. Vorsitzender) – Kehrwieder Kreativbrauerei
Thomas Wachno (Schriftführer) – Hopfenstopfer
Christian Hans Müller (Kassenwart) – Hanscraft & Co.
Kolja Gigla – Mashsee Brauerei
Johannes Heidenpeter – Heidenpeters
Simon Siemsglüss – Buddelship Brauerei Hamburg
Fritz Wülfing – Ale-Mania Craftbeer
Thorsten Schoppe – Schoppe Bräu Berlin
Maximilian Krieger – Riedenburger Brauhaus

 

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